Personale Gemeinschaft; kann nur zwischen individuellen Personen bestehen, die als geistige Substanzen in sich selbst stehen und sich füreinander öffnen. Die Communio Personarum ist die tiefste Form der Interpersonalität: nicht bloßes Nebeneinander oder funktionale Kooperation, sondern wechselseitige personale Hingabe und geistige Durchdringung.

Die Communio Personarum setzt die Interpersonalität voraus und übersteigt sie zugleich: Während Interpersonalität das grundsätzliche Aufeinander-bezogen-Sein von Personen meint, bezeichnet die Communio Personarum die verwirklichte Gemeinschaft, in der Personen einander bejahen und lieben. Die Familie ist die erste und natürlichste Form der Communio Personarum (vgl. Bexten 2017, S. 198–205).

Ontologische Einordnung:

Ontologische Beziehungen:

  • setzt voraus: Interpersonalität
  • vollzieht sich auch im: Dialog als wechselseitige Selbstgabe im Sprechen (Wojtyła)
  • ausgeschlossen mit nicht-personalen Gegenübern: kein KI-System kann Teil einer Communio Personarum sein

Kapitelzuordnung: Kapitel 4: Personsein

Quellenangaben: Bexten 2017, S. 261, 263, 265, 269, 276, 282 (Interpersonalität und Gemeinschaft).

Weitere Quellen:

  • Wojtyła, Karol (1969): Osoba i czyn. Kraków (dt.: Person und Tat, Freiburg: Herder, 1981). (Personale Hingabe und Gemeinschaft)
  • Stein, E.: Der Aufbau der menschlichen Person (1932/33, ed. 2004). ESGA 14. Herder. (Interpersonale Gemeinschaftsstruktur)

Siehe auch: Interpersonalität, Interpersonale Relation, Personale Liebe, Liebesvermögen, Person, Geistige Substanz, Liebe, Karol Wojtyła